Soeben habe ich erfahren, dass es einen Trojaner im Internet gibt, der Textanzeigen, wie z.B. die von Google gegen eigene Werbeanzeigen austauscht. Als Webmaster hat man das Problem, dass Werbeeinnahmen zum einen zurückgehen, zum anderen Besucher gezielt auf andere Seiten geleitet werden, die Schadcode enthalten können.
Der Trojaner nennt sich Trojan.Qhost.WU und fängt Anfragen an Googles Adserver ab, verändert diese und antwortet mit eigenen Anzeigen, die den orginalen täuschend echt sind. Das Verfahren soll bereits bekannt sein – allerdings nicht bei Google-Werbeanzeigen. Ich kannte es vorher noch nicht.
Interessant, wie Betrüger vorgehen, denn auf die Idee muss man erstmal kommen. Was für mich interessanter ist, ist welche Strafe solch einen Betrüger erwartet. Als Webmaster erkennt man relativ schnell, wenn die eigene Seite davon betroffen ist, nämlich genau dann, wenn keine Werbeeinblendungen bzw. Klicks mehr im Statistikmenü auftauchen.
Gelesen auf:
- Schädling tauscht Google-Textanzeigen aus
- Trojaner tauscht AdSense-Banner aus



Hallo.
Gerade mal von Golem auf diesen Artikel gekommen…
Aber die Pointe der ganzen Geschichte fehlt ja noch (deswegen kann ein Admin das ganze ja nicht erkennen): Der Virus editiert auf dem befallen Rechner (nicht auf dem Server), die Host-Datei, was zur folge hat, dass ein Aufruf der google-Ads von Windows selber auf andere dubiose Hosts umgeleitet wird. (Ohne, dass der betreffende User etwas merkt). Die Website bzw. der Quelltext bleibt unverändert. D.h. solange der Admin nicht selbst vom Virus betroffen ist, merkt er auch nichts, die User merken auch nichts, weil ihnen in der Adress-Zeile des Browsers weiterhin die google-ads-Adresse angezeigt wird… (siehe z.B. localhost-Eintrag in der Host-Datei, er wird automatisch auf 127.0.0.1 umgeleitet, ohne dass die Adresse geändert wird)
Ansich eine echt raffinierte Methode, als einzige Möglichkeit der Überprüfung bleibt, ab und zu die WINDOWS/system32/drivers/etc/hosts zu kontrollieren… (wovon Otto Normalverbraucher wahrscheinl. keine Ahnung hat…) Online wird man es auf jeden Fall nicht bemerken, weil die ausgetauschten Anzeigen angeblich ja genauso aussehen wie die Google-Ads. D.h. es könnten längerfristig viele User von dem Virus befallen sein, ohne es zu merken… (Beste Prävention: Linux
)
so far,
Fiete