Router Grundlagen – Router Aufgaben
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Nachdem wir die Grundlagen zum Repeater, Hub und zum Switch nun hatten, sind Router Grundlagen nun dran. Gewöhnlich hat ihn jeder zu Hause stehen, um ins Internet zu kommen. Doch hier möchte ich etwas auf den Router als technisches Gerät und die Verwendung im Netzwerk eingehen.
Router Grundlagen
Der Router ist ein Gerät der 3. Schicht (Netzwerkschicht) und damit oberhalb eines Switches. Damit nimmt der Router Funktionen der 2. Schicht in Anspruch und bietet höheren Schichten des OSI 7 Schichtenmodells Leistungen.
Der Router wird auch als Wegefinder bezeichnet. Denn im Gegensatz zu den Geräten der unteren Schichten, kann dieser jetzt Entscheidungen im Routing treffen, um ein Paket an das richtige Interface zu senden. Das Routing findet anhand der IP-Adresse statt. Näheres zur IP-Adresse werde ich in einem seperaten Beitrag schreiben.
Router Aufgaben
Welche Aufgaben hat ein Router? Der Router ist dafür da Netzwerke zu verbinden. Im Heimanwenderbereich bzw. zu Hause verbindet der Router das lokale Netzwerk (LAN) mit dem Internet (WAN). Was macht der Router genau? Anhand der Ziel-IP-Adressen entscheidet der Router wohin bzw. an welches Interface das Paket gesendet werden muss.
Routing Protokolle
Es gibt diverste Routing Protokolle anhand derer Router Informationen austauschen. Unterschieden wird hier zwischen Distanzvektor- und Link-State Routing Protokollen.
Distanzvektor Routing Protokolle
Zu den Distanzvektor Routing Protokollen gehören:
- RIP (Routing Information Protocol)
- IGRP (Interior Gateway Routing Protocol)
- EIGRP (Enhanced Interior Gateway Routing Protocol)
Link State Routing Protokolle
Hier Protokolle, die zu den Link State Routing Protokollen gehören:
- OSPF (Open Shortest Path Fist)
- ISIS (Intermediate System to Intermediate System Protocol)
Auf die Routing Protokolle möchte ich allerdings nicht näher eingehen. Zumindest nicht an dieser Stelle.
Router Broadcastdomäne
Die Broadcastdomäne ist die Domäne in einem Netzwerk in dem Geräte einen Broadcast eines Gerätes (Computers) erhalten. Eine Broadcastnachricht an die IP-Adresse 192.168.0.255 erhalten z.B. alle Geräte 192.168.0.1 bis 192.168.0.254 in einem Netzwerk mit der Subnetzmaske von 255.255.255.0.
Ich finde allerdings, dass man das besser an Bildern sieht:

An dem Schaubild erkennt man gut, dass der Router Kollisions- und Broadcastdomänen schafft. Dadurch wird die Netzlast verringert und das Netzwerk nicht durch Kollisionen oder Broadcasts beeinträchtigt.
Router Konfiguration zu Hause
Was jetzt noch interessant wäre, ist es zu wissen, wie man den Router zu Hause am besten konfiguriert. Die Konfiguration ist an sich recht schnell und einfach. Doch was ist, wenn ein W-LAN hinzu kommt?
Ich möchte mit diesem kleinen Router Konfiguration Tutorial die grundlegenden Vorgänge beschreiben. Diese Beschreibung ist sicherlich nicht vollständig und garantiert nicht immer ein funktionstüchtiges und sicheres Netzwerk.
1. Router Passwort setzen
Zunächst sollte dem Router ein Passwort gegeben werden. Netgear Router haben beispielsweise als Passwort “password”. Damit sich nicht ein ungebetener Gast per W-LAN verbindet, um eigene Einstellungen zu tätigen, sollte dieses als erstes geändert werden. Zu bevorzugen ist eine Mischung aus Zahlen und Buchstaben. Bei den Buchstaben dann noch Groß- und Kleinschreibung verwenden und die Länge des Passworts insgesamt über 8 Zeichen zu halten, stellt schon mal ein gutes Maß an Passwort Sicherheit sicher.
Das Passwort sollte sicher verwahrt werden. Um das Passwort später bei Verlust zurückzusetzen, muss der Router zurückgesetzt werden. Das wiederum bedeutet aber, dass man mit dem Router Konfigurationstutorial von vorne beginnen darf :-). Alle Einstellungen gehen nämlich beim Drücken des Resetschalters auf der Rückseite des Routers verloren.
2. Router IP-Einstellungen festlegen für das LAN
Zunächst wird hier die IP-Adresse und das Subnetz für die Schnittstelle des Routers festgelegt. Damit legt man auch gleichzeitig das Netzwerk für das LAN fest. Vielleicht ist es hier auch ratsam, falls ein W-LAN eingesetzt wird ein Netzwerk zu wählen welches vom Standard-Netzwerk 192.168.0.X abweicht.
Ich werde während des Tutorials ein Beispiel verwenden, wie man das Home-Netzwerk konfigurieren könnte.
IP-Adresse: 192.168.45.1 Subnetzmaske: 255.255.255.0 Des Weiteren kann hier meist auch ausgewählt werden, ob der Router als DHCP-Server gleichzeitig verwendet wird. DHCP steht für Dynamic Host Configuration Protocol und ist im Prinzip nur dafür vorhanden, dass du nicht für jeden PC im Netzwerk eine IP-Adresse manuell eintragen musst, sondern der Router(DHCP-Server) dies für dich macht. Gerade für Anfänger ist dies zu bevorzugen.
Als DHCP-Pool (so nennt sich der Bereich) muss ein Bereich des Netzwerkes verwendet werden. Dieser darf nicht die .1 oder die .255 am Ende enthalten.Nicht erlaubt:
192.168.45.1 (Router Adresse)
192.168.45.255 (Broadcast Adresse)Als Beispiel für den DHCP-Pool erlaubt:
192.168.45.2 (Startadresse)
192.168.45.32 (Endadresse)Damit würde der Router dem ersten Gerät, welches angeschlossen wird die IP-Adresse 192.168.45.2 automatisch zuweisen.
Am PC könnte aber trotzdem noch eine IP-Adresse automatisch vergeben werden.Dazu geht man folgendermaßen unter Windows XP vor:
Start -> Einstellungen -> Netzwerkverbindungen
Rechtsklick auf die LAN-Verbindung -> Eigenschaften
Internetprotokoll (TCP/IP) -> EigenschaftenDann “Folgende IP-Adresse verwenden” auswählen und die Daten eingeben.
Als Gateway- und DNS-Adresse müssen unbedingt die Adresse des Routers eingegeben werden. In unserem Beispiel ist das die 192.168.45.1.
3. Internet Service Provider Konfiguration
In dem Router Menü gibt es einen Bereich in dem der Internet Service Provider konfiguriert werden kann. Hierfür einmal die Zugangsdaten raussuchen und in die entsprechenden Felder (Anmeldung/Benutzername, Kennwort) eingeben. Hierbei ist darauf zu achten, dass das Kennwort sorgfältig eingegeben wird. Ich hatte es bereits, dass ich bei einem Freund auf diese Weise den Internetzugang gesperrt hatte, da der Router sich mehrfach versucht zu verbinden und der Internetprovider den Zugang dann nach einigen Versuchen sperrt. :-)
Nun sollte die Verbindung zu einer Seite im Internet getestet werden. Diese Verbindungsherstellung sollte erfolgreich sein, sofern der Internetprovider keine Probleme macht (Modem auf Synchronität prüfen) und die Netzwerkverkabelung richtig ist.
4. W-LAN
Dieses Thema möchte ich hier nur kurz anreissen und lieber in einem einzelnen Beitrag ausführlich behandeln.
Generell gibt es beim Wireless Setup des Routers wenige Einstellungen, die unbedingt gemacht werden müssen.Wireless Access Point aktivieren
Hier kann das W-LAN ein- und ausgeschaltet werden. Nach der Konfiguration kann dieses aktiviert werden. ACHTUNG: Bei einigen Routern ist das WLAN standardmäßig ohne Sicherheitsvorkerrungen aktiviert. Hier sollte dies bei Nichtgebrauch deaktiviert werden.
Broadcast des Netzwerknamens erlauben (SSID)
Die SSID ist die Bezeichnung des WLANs. Du siehst diese, wenn du mit dem Wireless Tool von Windows (Drahtlosnetzwerke anzeigen) nach WLANs suchst. Viele raten den Broadcast zu deaktivieren, damit dieses in dem Windows Tool nicht sichtbar ist. Ich habe es bei mir zu Hause nicht deaktiviert, da jemand die SSID sowieso mit den entsprechenden Tools herausfinden kann, falls dieser es wünscht. Generell sollte es aber trotzdem deaktiviert werden, um nicht unnötig ins Visier zu kommen ;-).
Ansonsten ist es bei der WLAN Konfiguration wichtig folgende Einstellungen zu machen.
SSID (WLAN-Name): Vergebe eine Bezeichnung, die nicht auf das Routermodell oder den Firmennamen hinweist.
Region: Europa
Kanal: 1-13
Modus: b (bis zu 24 Mbit/s) oder/und g (bis zu 54 Mbit/s) – deine Internetanbindung hat in der Regel nicht so hohe Transferraten und du teilst diese Transferrate mit allen verbundenen WLAN-Stationen.
Sicherheit: kurz und knapp sollte WPA2 verwendet werden, sofern es vom WLAN-Router und dem WLAN-Adapter am PC/Notebook unterstützt werden. Ansonsten WPA – auf keinen Fall sollte WEP verwendet werden.
Passwort/Key: Hierbei gilt, dass ein Schlüssel mit 63 Stellen(WPA2) verwendet und auf Zahlen, sowie auf Groß-Klein Buchstaben zurückgegriffen werden sollte. Gängige Wörter, die auch im Duden stehen, sollten dringlichst vermieden werden. Damit ist die maximal mögliche Sicherheit gegeben.Auf den Einsatz eines MAC-Filters sehe ich hier ab.
Ich hoffe, dass ich einigen helfen konnte und würde mich über Kommentare freuen.
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